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Uwe Kullnick
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    "Nachrichten aus der Gefahrenzone des Begehrens" von David Wojnarowicz - eine Rezension von Nora Eckert - Literaturkritik.de

    03/07/2026 | 9 mins.
    "Nachrichten aus der Gefahrenzone des Begehrens" von David Wojnarowicz - eine Rezension von Nora Eckert - Literaturkritik.de

    David Wojnarowicz‘ „The Waterfront Journals“ liegen nun mit fast dreißigjähriger Verspätung endlich in deutscher Übersetzung vor – ein nach wie vor verstörender Klassiker der queeren Literatur

    Unstillbare Lebensgier und höchste Lebensgefahr verlaufen offenbar entlang derselben Grenzlinie. Das ist, wenn wir so wollen, die Quintessenz aus all den kleinen Geschichten, die der US-amerikanische Autor David Wojnarowicz wie im Vorbeischlendern aus dem queeren Alltag der späten 1980er Jahre in den USA und hauptsächlich in New York an allen möglichen und unmöglichen Orten und zufällig aufgeschnappt hat. Es sind Geschichten von Existenzen, die wie Balanceakte anmuten mit der allgegenwärtigen Gefahr des Absturzes. Diese oft gewaltvollen erzählerischen Miniaturen sind wie Blitzlichter in Prosa und gleichen der Straßenfotografie, die gleichermaßen ein ganzes Leben in ein Bild zu verpacken vermag. Einen Roman ergeben die Prosastücke zwar nicht, auch wenn das auf dem Titel wohl als Einsortierhilfe fürs Bücherregal steht, aber es durchzieht und verbindet sie fast alle ein heißer Strom mit Namen Sehnsucht …“
    Eine Rezension von Nora Eckert
    Den Text der Rezension finden Sie hier

    Kommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München
     
    Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
  • Literatur Radio Hörbahn

    Todeswalzer – Der Sommer 1944 von Christian Bommarius (Kapitel 7) EJ-EB

    02/07/2026 | 11 mins.
    Todeswalzer: Der Sommer 1944 von Christian Bommarius  - Kapitel 7
    Hördauer 12 Minuten

    „Todeswalzer“ von Christian Bommarius wird von Literatur Radio Hörbahn im Rahmen der Reihe „Ein Buch – ein Jahr“ vorgestellt. In 12 ausgewählten Passagen nähern wir uns der historischen und moralischen Dimension dieses Buches, das sich mit Abgründen der Geschichte auseinandersetzt,  faktenbasiert und sensibel erzählt. Die Auszüge sind so gewählt, dass sie zentrale Linien und Fragen ansprechen, ohne das gesamte Werk vorwegzunehmen.
    Die zwölf Sendungen erscheinen über das Jahr hinweg jeweils an einem festen Tag im Monat online. So entsteht eine rhythmisierte Auseinandersetzung mit einem fordernden Stoff, die Hörerinnen und Hörern Zeit gibt, das Gehörte zu verarbeiten – und zugleich anregt, das Buch selbst in die Hand zu nehmen.

    Es liest:
    Uland Spahlinger

    Am 1. Juni 1944 beherrschen deutsche Truppen fast ganz Europa; drei Monate später stehen die Alliierten an den Grenzen des Reichs. Das Ende des blutigsten Kriegs der Geschichte scheint unmittelbar bevorzustehen, doch es wird weitere acht Monate dauern, in denen noch einmal so viele Menschen wie in den fünf Jahren zuvor sterben werden. Und: Als zwischen Mai und Juli über 400.000 ungarische Juden nach Auschwitz deportiert werden, kommt der Holocaust zu einem seiner letzten Exzesse.

    Im Sommer 1944 begann sich der Todeswalzer in einer nie zuvor für möglich gehaltenen Geschwindigkeit zu drehen. Die Gleichzeitigkeit des Mordens und der Lebensfreude, auch im Reich, packend dargestellt in Christian Bommarius' großer Erzählung, macht uns bis heute fassungslos.

    Christian Bommarius, Jahrgang 1958, studierte Germanistik und Rechtswissenschaft. Nach journalistischen Stationen, etwa als Korrespondent beim Bundesverfassungsgericht, war er von 1998 bis 2017 Redakteur der ›Berliner Zeitung‹, anschließend Kolumnist der ›Süddeutschen Zeitung‹ und ist seither freier Publizist. Für sein publizistisches Werk wurde Bommarius der Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet.

    Schnitt und Technik Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick
    ___________________________________________________________________________
    Es gibt Literatur Radio Hörbahn seit März 2015. Unser Programm beinhaltet Lyrik, Prosa, Drama, Literaturkritik, Lyrik für Kinder, Interviews, Rezensionen, Essays, Kurzgeschichten, Aufnahmen von Lesungen, Reportagen, Vorträge, Tagungen, historische Themen, eigene Produktionen und vieles mehr.
    Unsere Programme laufen völlig unabhängig, ohne Werbung, ohne finanzielles Sponsorship und nur mit Hilfe ehrenamtlicher Tätigkeiten und Kooperationen ohne finanziellen Hintergrund.   
    Unsere Beiträge finden Sie auf unserer Seite und überall, wo es Podcasts gibt.
    Medienpartnerschaften: Literaturportal Bayern, Bayerische Staatsbibliothek, Internationale Jugendbibliothek, Literaturkritik.de (Universität Marburg), Literaturkritik.at, Literatur und Kritik, Institut für Literaturgeschichte (Uni Augsburg), Münchner Stadtbibliothek, Bayerische Volksstiftung, Bayerische Einigung, Amerikahaus München, Seidelvilla München, Bayernspiegel, Literaturschloss Edelstetten, L.I.S.A Wissenschaftsportal, C.H.Beck, dtv und andere Verlage …

    Wenn dir die Sendung  gefallen hat, hör doch mal hier hinein.

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  • Literatur Radio Hörbahn

    "Christlicher Rechtspopulismus" Theologische Motive und rhetorische Strategient - Martin Fritz in der ev. Stadtakademie München

    30/06/2026 | 1h 15 mins.
    "Christlicher Rechtspopulismus" Theologische Motive und rhetorische Strategient - Martin Fritz in der ev. Stadtakademie München
    Hördauer: ca. 76 Minuten

    Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland gibt es eine Überschneidungssphäre von Christentum und Rechtspopulismus. Was treibt die Protagonisten dieses überkonfessionellen Feldes an? Was sind ihre politisch-religiösen Motive, was ihre theologischen Argumente? Wie lässt sich dieses Phänomen insgesamt charakterisieren? Und wie ist ihm kritisch, aber fair zu begegnen? Der Vortrag stellt eine „Ökumene von rechts“ vor, in der Kontinuitäten, aber auch substanzielle Differenzen zu konservativen Gestalten von Christentum sichtbar werden.
     
    PD Dr. Martin Fritz
    Evangelischer Theologe und Publizist, Wissenschaftlicher Referent bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Berlin) für Grundsatzfragen, Strömungen des säkularen und religiösen Zeitgeistes, Evangelikalismus und pfingstlich-charismatisches Christentum.  ist Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipie

    Moderatorin: Dr. Barbara Hepp

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     Hörbahn on Stage - live in Schwabing  Literatur und Ihre Autor*innen im Gespräch - besuchen Sie uns!

    Wir danken der evangelischen Stadtakademie für die Zurverfügungstellung der Aufnahmen und natürlich auch dem/der Vortragenden.

    Realisation Uwe Kullnick
  • Literatur Radio Hörbahn

    „DIE VERSELBSTÄNDIGUNG DES KAPITALISMUS“ MATHIAS BINSWANGER – in der ev. Stadtakademie München

    29/06/2026 | 48 mins.
    „Die Verselbständigung des Kapitalismus - Wie KI die Bürokratie bestimmt“ - Matthias Binswanger – in der ev. Stadtakademie München
    Hördauer: ca. 70 Minuten

    Mathias Binswanger diskutiert in seinem neuen Buch die Digitalisierung in Zusammenhang mit der Funktionsweise der kapitalistischen Wirtschaft. Dabei zeigt er, warum diese die Wirtschaft zunehmend vom Menschen abkoppelt, die Produktivität in der Produktion weiter steigert, gleichzeitig aber zu immer mehr Bürokratie führt und dadurch weiterhin Vollbeschäftigung garantiert. Damit verbunden ist immer mehr Bequemlichkeit, aber auch immer mehr Überwachung und Kontrolle der Menschen und ein erhöhter Zwang zu konformem Verhalten. Wollen wir eine solche Entwicklung tatsächlich? Und wie können wir gegensteuern?

    MATHIAS BINSWANGER, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, Institute für Competitiveness and Communication, ICC, und Privatdozent an der Universität St. Gallen, Autor z.B. von "Der Wachstumszwang - Warum die Volkswirtschaft immer weiterwachsen muss, selbst wenn wir genug haben" (2017).
    Moderatorin: Dr. Barbara Hepp

    Diese Veranstaltung wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus:

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    Wir danken der evangelischen Stadtakademie für die Zurverfügungstellung der Aufnahmen und natürlich auch dem/der Vortragenden.

    Realisation Uwe Kullnick
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    „Vergessene Heldinnen. Frauen, die Geschichte schrieben“ von Stefanie von Wietersheim (Auszug 3 Lida Gustava Heymann) EJ-EB

    28/06/2026 | 7 mins.
    „Vergessene Heldinnen. Frauen, die Geschichte schrieben“ von Stefanie von Wietersheim (Auszug 3 Lida Gustava Heymann) EJ-EB
    Ein. Jahr - ein Buch - Auszug 03 
    Lesung (Hördauer ca. 08 Minuten)

    Literatur Radio Hörbahn stellt „Vergessene Heldinnen“ in der Serie „Ein Jahr – ein Buch“ auf besondere Weise vor. Aus 10 markanten Beispielen entsteht ein Eindruck von den Frauen, die dieses Buch betrachtet. 
    Jeden Monat wird eine neue Folge am vereinbarten Sendetermin online gestellt. So entwickelt sich über das Jahr hinweg ein ausführlicher Einblick in die Welt der vergessenen Heldinnen. 

    Es liest Cassiel Metris (Nadja Kobler)

    Auszug 03 
    Wer kennt die erste schwarze Opernsängerin, die auf einer prominenten New Yorker Bühne auftreten durfte, nämlich Camilla Williams im Jahr 1946? Wem ist der Name der im Jahr 1868 geborenen Lida Gustava Heymann bekannt – Hamburger Frauenrechtlerin und Pazifistin, die in einer lesbischen Werk- und Lebensgemeinschaft mit der Frauenrechtlerin Anita Augspurg lebte? Wer wusste, dass Clara Immerwahr die erste Frau war, die im Jahr 1900 einen Doktortitel in Chemie bekam? Wer weiß, dass die Wiener Fotografin Dora Kallmus das Bild der in den 1920er-Jahren erscheinenden „Neuen Frau“ in Hosen oder Fliegermontur entscheidend mitprägte und nach dem Holocaust getötete Kreaturen in den Pariser Schlachthöfen fotografierte? …“

    Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.

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    Bearbeitung und Realisation: Uwe Kullnick
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